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Filmtipp // Sand – Die neue Umweltzeitbombe

By 2. September 2015 Lifestyle

Vor dem gestrigen Abend habe ich mir nie viele Gedanken über Sand gemacht. Dass es sich dabei um eine wichtige, begrenzte Ressource handelt, die langsam zur Neige geht und bereits erste negative Auswirkungen zeigt, war für mich wirklich schockierend.

Vielleicht geht es ja nur mir so und einige werden sich bereits intensiver mit dem Thema beschäftigt haben. In den Medien jedenfalls wurde bisher nicht besonders viel darüber informiert. Dabei trägt der Sand nicht minder zum Fortbestand unserer Welt bei, wie die Dokumentation „Sand – Die neue Umweltzeitbombe“ von Denis Delestrac gestern auf Arte zeigte. Dieser wichtige Rohstoff steckt in vielen Produkten, die wir täglich verwenden, ohne dass wir es bemerken. Kosmetik, Smartphones & Computer, Nahrungsmittel, aber vor allem Beton verschlingen den Sand, der keinesfalls unbegrenzt vorhanden ist. Nachschub soll zukünftig vom Meeresboden kommen. Man muss kein Experte sein um zu ahnen, dass es sich dabei um eine dumme Idee handelt, die unseren Planeten zusätzlich zu den anderen, bekannten Umweltkatastrophen zerpflückt. Der Sand, der bereits von den Küsten abgetragen wurde und als natürliche Barriere für die Bewohner der Regionen galt, hat durch seine Abwesenheit zur Folge, dass diese Gebiete der Erosion und dem Anstieg des Meeresspiegels schonungslos ausgesetzt sind. Aber der Sand wird nicht nur zur Weiterverarbeitung, sondern auch für Aufschüttungen benutzt, wie beispielsweise in Singapur oder Dubai. Dabei entstehen komplett neue Inseln oder Küstenstreifen, die Touristen anlocken oder die Bevölkerungsexplosion in Zaum halten sollen. Wie in vielen Bereichen unserer heutigen Gesellschaft ist hier unser over-consuming die Wurzel allen Übels. Eine Lösung könnte zum Beispiel das recyceln des Sandes sein. Altglas, welches ja ursprünglich aus Sand besteht, könnte anstatt auf Müllkippen in Wiederaufbereitungsanlagen landen und erneut zu Sand gemahlen werden.

Ich kann es euch wirklich nur allerwärmstens ans Herz legen, die Dokumentation zu schauen und mitzuhelfen, das Thema deutlicher in den Fokus zu rücken. Hier gibt’s den Online Stream.